21. April 2016

Erste Rittersberg Band Night am 22.4.2016

Von Moshpits, Headbangen und dem Tinnitus danach

Für gewöhnlich kennt man das Rittersberg musikalisch nur für seine imposante Bigband, die mit ihrem Jazz auf jedem Konzert protzt und schon die ganze Welt bereist hat. An diesem Abend aber zeigte die Schule, dass Rock und Punk auch zu ihrem Repertoire gehören, denn das Rittersberg fuhr seine besten Geschütze auf. Es begann die Band „Overdrive“, die dem Publikum mit Klassikern der Rockgeschichte einheizte und das Eis in der Zugabe mit einer funkigen Version des Liedes „What’s up“ brach, gefolgt von der schulbekannten Punkrock-Band „State of the Art“, die vor allem mit eigenen Liedern glänzte, wie etwa ihrem Song „Drifting Away“. Den krönenden Abschluss bildete der „Stern vom Rittersberg“, Clara Rothländer, die mit ihrer Band „Unfinished Business“ die Grundfesten des kleinen Gymnastiksaals mit Blink 182 und Rise Against erschütterte. Gerade das letzte Lied „Killing In The Name Of“ von Rage Against the Machine imponierte sogar dem alteingesessenen Jazzer Herr Lücke, der sich noch kurz nach dem Song nach dem Namen der Band erkundigte.

Des Weiteren gab es natürlich aber auch die kleinen Freuden des Abends; so brachten nämlich die Verstärker der Bands inklusive Lichter und Gesangsanlage weit mehr als 1000 Watt auf den Plan. Um also die Sicherungen davon abzuhalten, sich aus ihren Halterungen zu verabschieden, ging man geradewegs zum Hausmeister und fragte im freundlichsten Ton „Verzeihung Herr Herdt, aber wir bräuchten Starkstrom!“ Ein wunderliches Bild gab Herr Wienert ab, der dem Konzert mit seinem Sohn beiwohnte, wobei dieser mit Lärmschutz-Kopfhörern gegen die Verstärker gesichert war. Die übrigen durften die 500 Watt Bass- und 100 Watt Gitarrenverstärker ungeschützt genießen. Rock geht eben doch nur laut.

Im Nebel des Publikums (denn Nebelmaschinen hatte man auch) wurde getanzt gesprungen aber auch gemosht – der Unwissende fragt an dieser Stelle den Metaller seines Vertrauens.

Alles in Allem war der Abend nicht nur für die Mitglieder der Bands sondern auch für das Publikum ein voller Erfolg. Musikfanatiker dürfen sich schon freuen, da eine erneute Bandnight bereits in Aussicht steht. Und so gilt es bis dato zu warten, wenn es wieder heißt: Rock on, Rittersberg! (von Eric Stutzenberger)