24. November 2015

Vortrag der Europaabgeordneten Jutta Steinruck

Am 23.11.2015 stattete die Abgeordnete des Europaparlaments, Jutta Steinruck, dem Rittersberg Gymnasium einen Besuch ab. Vor den Schülerinnen und Schülern der Sozialkunde Leistungskurse sprach die Abgeordnete über aktuelle Fragen der Europapolitik.

„Die Alternative zu Krieg ist Reden“ ein Bericht von Viktoria Degen (Sozialkunde Leistungskurs 12)

Am Montag den 23. November 2015 waren unsere Sozialkunde Leistungskurse eingeladen an einem Gespräch mit der pfälzischen europäischen Parlamentsabgeordneten, Jutta Steinruck, teilzunehmen.
Nach einer generellen Vorstellung durch den Vertreter von „Europa direkt“, begann sie zuerst mit einer Erklärung ihrer allgemeinen Aufgaben innerhalb des Parlaments
Doch schon bald wendete sich das Gespräch aktuellen Themen zu, wobei sie auch ausführlich auf Anmerkungen und Fragen der Schüler einging.
Zuerst eröffnete sie uns, dass die hohe Alarmbereitschaft in Brüssel zur Zeit, zumindest für die Abgeordneten, nichts Neues wäre, da durch z.B. Geheimdienste schon eine Warnung vorlag, gleichzeitig erklärte sie aber auch, dass sie ihren Mitarbeitern geraten hatte zu Hause zu bleiben.
Das führte schon zum nächsten Thema: dem IS. Sie machte ihre Haltung zu diesem Thema sehr deutlich, der IS ist eine Sekte, welche die meisten Mitglieder durch eine Art Gehirnwäsche zu unaussprechlichen Taten bewegt. Gleichzeitig kritisierte sie aber auch die populistische Stimmenanwerbung einiger deutscher, aber auch europäischer Politiker, welche eine Flüchtlingsquote oder ähnliche abwehrende Maßnahmen befürworten, hierbei blieb vor allem hängen: „JEDER DER SICH RAUSHÄLT BRINGT AKTIV MENSCHEN UM“, meiner Meinung nach erübrigen sich dadurch weitere Kommentare.
Diese sehr deutliche Meinungsäußerung wurde auch in anderen Themenbereichen deutlich:
Auf der einen Seite betonte sie zwar, dass sie auf keinen Fall mit nationalsozialistisch orientierten Parteien zusammenarbeiten will, auf der anderen Seite erklärte sie aber auch die Wichtigkeit der Zusammenarbeit mit Schlüsselgroßmächten wie der Türkei oder Russland, welche andererseits auch klare Verletzungen der Menschenrechte veranlasst haben.
„Das ist Politik.“ Damit lässt sich dieses Verhalten wohl am Besten beschreiben, das Abwägen zwischen persönlichen Idealen und der Bedrohung bzw. dem Nutzen.
Doch ist Politik letztlich doch auch der Inhalt der Überschrift, solange man noch reden kann, kann man eine friedliche Lösung finde, auch wenn es ein schmerzhafter Kompromiss ist.
Am Ende betrachtet ist Europa nämlich genau das, eine Friedensprojekt, mit dessen Hilfe alle vergleichsweise kleinen Mitgliedstaaten nicht nur enorme wirtschaftliche Vorteile sondern auch mehr Bedeutung bekommen, ein Projekt durch welches nationale Interessen durch Informationsaustausch überwunden werden müssen, um eine Verbesserung für ALLE zu erreichen.